Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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u. d. m. An dem fiſchereichen See Bonron oder Biſtonis hinziehend gelangte er eine halbe Tagreiſe weiter in ein kleines Flecken Commereinaͤ, wo ein großer Speiſe⸗ und Gemuͤſe⸗Markt war, viele Grie⸗

chen und wenige Tuͤrken wohnten. Nun fuͤhrte der

Weg uͤber den Flecken Kypſella, insgemein auch Chapſfylar genaunt. Daſelbſt wohnten groͤßtentheils Tuͤrken, wenige Griechen, noch weniger Juden. Von dem See bis hieher war der Weg beſchwerlich. Nun aber kam Belon auf die von den Roͤmern einſt er⸗ baute Koͤnigsſtraße nach Konſtautinopel, nachdem er zuvor den ſtei en Berg Serrias beſtiegen hatte. Das erſte Dorf, in das er kam, und welches von Grie⸗ chen bewohnt war, hieß Tragoriganon. In der Raͤhe deſſelben ſetzte er gegen theures Faͤhrgeld an ei⸗ nen Tuͤrken, der die Habſucht ſeiner Nation nicht verlaͤugnete, auf einem kleinen Nachen uͤber den bruͤk⸗ kenloſen Fluß Mariſa. Dieſer iſt der ungeſtuͤm AHlieſſende, Goldſand fuͤhrende Hebrus der Alten. An ſeinem vielfach gekruͤmmten Geſtade ſind reiche Wai⸗ den und Wieſen. Weiter reiſend ſtieß Belon auf ganze Schaaren von Landleuten aus Epirus, welche aus Armuth von Ort zu Ort wanderten, um den fau⸗ len Tuͤrken ihre Aernten fuͤr Lohn einzubringen, und davon den Winter leben zu koͤnnen. Sie ſind Chri⸗ ſten und wurden ſonſt auch Albaner genannt. Auf

den Aeckern, uͤber welche Belon hier kam, fand er Jaspis und Chalzedoniſche Steine. Zwiſchen der