Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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In einem Dorfe der Inſel Creta ſah Belon oͤfters, die maͤnnlichen Bewohner in weißen weiten Unterkleidern, geguͤrtet, eine Art Schnuͤrſtiefel tragend, mit einem Kocher voller Pfeile auf dem wuͤr en, einen tuͤchtigen Bogen in der Hand, ein Schwerdt an der Seite, einen Waffen⸗Tanz auffuͤhren, den ſogenannten Danz der Eureten, oder die Pyrehiſchen Spruͤnge, wobei ſie zu ſingen pflegten.

Dfe weiblichen Bewohner dieſes Dorfes trugen freiſlatternde Schleyer uͤber dem Haußt. Bruſt und Schultern waren nackt, und von der Sonne gebraͤunt. Dieſer Braͤunung ſind die Staͤdte⸗Bewohner nicht ſo fehr ausgeſetzt, weil ſie gewoͤhnlich erſt nach dem Un⸗ tergang der Sonne auszugehen pflegen.

Nach einigen Bemerkungen fuͤr Botaniker, Mate⸗

rialiſten und Apotheker, uͤber die beſte Art und Weiſe, die Pflanzen⸗Produete fremder Laͤnder kennen zu ler⸗ nen, fuͤhrt uns Belon auf die Inſel Lemnos, oder Stalimene im Aegaͤiſchen Meere. Die Reiſe dahin machte er auf einem nach Salonichi beſtimm⸗ ten Schnellſegler durch den Propontis an Galli⸗ polis vorbet. Unterwegs wurden ſie, außerhalb des Helleſponts⸗ von Seeraͤubern verfolgt, und nach dem Hafen der Inſel Imbros genoͤthigt. Nach zwei Tagen kamen ſie jedoch von da auf Lemnos au. Die Stadt der Inſel, Lemnos(einſt M yrina) in wenig beruͤhmt, liegt auf einem Vorberge, und