71 rea, und noch andere im Archipel. Doch iſt die Luft auf demſelben, ſelbſt in den heiſſeſten Hundsta⸗
gen, ſchneidend kalt. Gegen Oſten hat er vom Gipfel abwaͤrts große anmuthige Plaͤnen und Quellen. Ge⸗
gen die Stadt Candia ſſt er waldig; ſuͤdwaͤrts iſt
er unbewaldet, doch nicht ganz Baͤume los. Beſonders wachſen hier Andrachnen*), Elaͤprinen und Ciſten. Gegen Meſſaria oder Gortina traͤgt er Cypreſſen und Pinien**). Auf dieſer Seite iſt das faͤlſchlich ſogenannte Labyrinth. Unter vielen Kraͤutern, die um den Ida herum, oder auf demſelben wachſen, bemerkte Belon folgende: Mandragora, Paͤonien, Tragium, Leontopetalon, Heliotrop, Me⸗ lilochus, Matherina, Heliochryſon, Dri⸗ ganum, Dietymas, Heracleuticum und andre. Von Stauden und Baͤumen deſſelben nennt er unter andern das Ladann m, Glyzirrhyzon, den Aſoolimbrus, Halamatia, Derebinthen, Lorber, Lentiſrus, Cedern, Aſpalathen und Fichten.— Beſonders vortrefflich waͤchſt auf der Inſel Creta der ſuͤße Malvaſier⸗Wein, welcher weit und breit verſchickt, und deßhalb meiſtens vorher, damit er nicht ſaͤure, gut deſtillirt wird.
*⁴) Unter dieſem verſteht Belon den Arbutus An⸗ drachne Linn.
**α) Pinus Abies L.


