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und ſetzte eine etwas entferntere Zeit feſt, um Muße zu haben, uͤber dieſen Schritt nachzudenken. Die Ueberlegung ſiegte uͤber das Verlangen. Der Aublick eines aufgerichteten Pfahles erkaͤltete ſeinen Muth⸗ Er fand ſich nicht zum Stelldichein. Zetfe kam noch einmal, und nach heftigen Vorrvuͤrfen ſchilderte ſie die leidenſchaftliche Liebe ihrer Gebieterin fuͤr ihn, den Abſcheu, welchen ſie gegen den alten Haſſan in ih⸗ rem Herzen naͤhrte; ſie ruͤhmte ihm ihre Reize, die Schoͤnheit und das Ungluͤck einer Perſon, die, ihren Aeltern entriſſen, an einen Barbaren verkauft worden waͤre. Der junge Mann, durch dieſe Schilderung verfuͤhrt, ſchwur, kommenden Tages eine Stunde nach dem Untergange der Sonne unter der Laube zu erſcheinen.
Die junge Gemile, bei der beſtaͤndigen Kaͤu⸗ ſchung noch immer voll Zutrauen, war im Bade ge⸗ weſen. Ihre ſchwarzen Haaxe, welche mit Roſen⸗
waſſer benetzt waren, und die blendende Weiſſe ihrer Geſichtsfarbe noch mehr erhoͤhten, hingen geſlochten bis auf die Ferſe hinab. Sie duftete von koſtbaren Eſſenzen. Ein reichgeſtickter Guͤrtel umſchloß ihren Leib, und diente nur dazu, die ſanften Umriſſe deſſel⸗ ben hervorzuheben. Sie hatte Schleier und Mantel Haelegt Ein indiſches Kopftuch ſchmuͤckte ihr Haupt.
Die Grazie der Jugend umſchwebte ſie, und dennoch fuͤrchtete ſie, noch nicht ſchoͤn genug zu ſeyn. Mit Ungeduld wartete ſie; beſchleunigte jetzt ihre Schritte,


