Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſpiegelt, heißt es: Meine Mutter*), oder meine Schweſter, warum haben Sie uns ſchon ſo lange nicht mehr beſucht? Wir ſeufzten nach ihrer Gegen⸗ wart; ſie verſchoͤnert unſer Haus, ſie macht das Gluͤck unſerer Tage ꝛc.

Selavinnen reichen den Kaffee, Sorbet und Kon⸗ feet herum. Man ſchwaͤtzt, man lacht, man ſchwaͤrmt. Ein breiter Aufſatz wird mit Orangen, Granaten, Paradies⸗Feigen und herrlichen Melonen angefuͤllt. Die Tochter des Hauſes reicht Waſchwaſſer umher⸗ welches mit Roſenwaſſer vermiſcht iſt. Man ißt und die laͤrmende Froͤhlichkeit wuͤrzt die Gerichte. Alve⸗ holz brennt in einem Raͤucher⸗Pfaͤnuchen, und erfuͤllt das Zimmer mit Wohlgeruͤchen. Nach dieſer Ergui⸗ ckung tanzen die Selavinnen beim Klange der Cim⸗ beln; oft miſchen ſich auch die Damen in ihre Spiele. Ehe man ſich verlaͤßt, wiederholt man ſich mehrmal: Gott erhalte Sie geſund, der Himmel gebe Ihnen eine zahlreiche Nachkommenſchaft; der Himmel er⸗ halte Ihre Kinder, die Freude und den Ruhm Ihrer Familie.

Waͤhrend der ganzen Zeit, da die Fremde in dem Harem iſt, iſt dem Manne verboten, ſich zu naͤhern;

*) So heißt man eine bejahrte Dame, die juͤn⸗ gere wird,meine Schweſter eine Demoiſeille, Tochter des Hauſes genaunt.