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den, alles iſt ſprechend und ſo ausdrucksvoll, daß man ſich gar nicht raͤuſchen kann. Wie der Tanz beginnt, legen ſie mit dem Schleier die Schamhaftigkeit ihres Geſchlechtes ab. Ein langes Gewand aus leichter Seite gewebt, ſließt zu ihren Sohlen hernieder. Ein reicher Guͤrtel umſchließt es. Lange ſchwarze Haare, gefloch⸗ ten und parfuͤmirt, ergießen ſich uͤber ihre Schultern.
Ein Hemd, durchſichtig wie Flor, verhuͤllt kaum ihren
Buſeu. Je nachdem ihre Bewegungen zunehmen, ſchei⸗ nen ſich die Formen und Umriſſe ihres Koͤrpers allmaͤh⸗ lig zu entwickeln. Der Ton der Floͤte, der Caſtagnet⸗ ten, des Tamburin und der Cymbel regelt ihre Schrit⸗ te. Sie ſcheinen trunken zu ſeyn. Es ſind Baechan⸗ rinnen im Wahnſinne. Daun vergeſſen ſie alle Zuruͤck⸗ haltung, ſie uͤberlaſſen ſich ganz der Zuͤgelloſigkeit ih⸗ rer Sinne, und von allen Seiten klatſcht man ihnen Beifall zu.
Die Alme werden in alle Harem gerufen. Sie zehren die Frauen neue Lieder, erzaͤhlen ihnen verliebte Geſchichten, und deklamiren in ihrer Gegenwart Ge⸗ dichte, die um ſo intereſtanter find, weil ſie ein leben⸗ diges Gemaͤlde ihrer Sitten entwerfen. Sie weihen dieſelben auch in die Geheimniſſe ihrer Kunſt ein, und unterrichten ſie, wohlluͤſtige Taͤnze aufzufuͤhren. Ihre Unterhaltung iſt ſehr augenehm. Sie reden ihre Sprache rein, und die Gewohnheit ſich der Poeſie in widmen, macht ihnen die zarteſten und wohlklingend⸗ ſien Ausdruͤcke gelaͤuſig, Im Geſange iſt die Natur


