Bewegung mit dem Schwanze zu machen, und darauf einige Spruͤnge. Die Jungfrau verdoppelt dann ihre Ehre⸗Bezeugungen und Bitten. Endlich ſprenst ihr die Schlange um den Hals, und legt ſich in der Schneepracht des Buſens ſelbſt ruhig nieder. Und ſo wird ſie in einem Gepraͤnge, unter vielem Jauchzen, Frohlocken und Zurufen nach dem Hauſe besjenigen, der ſie um ihre Haͤlfe erſucht hat, getragen.
Kaum iſt die Schlange in deſſen Hauſe angelangt, ſo faͤngt der Kranke ſchon an, ſich zu beſſern. Der wunderthaͤtige Arzt aber begibt ſich deſſen ungeachtet, nicht gleich wieder zuruͤck. Er aͤußert vielmehr ſeine Neigung, noch einige Stunden bei dem Patienten zu bleiben, wenn er naͤmlich verſichert iſt, daß man
darauf bedacht geweſen, in der Zeit ſeine Prieſter, die ihn niemals verlaſfen, wohl zu bewirthen. In gleichem Gepraͤnge begibt er ſich wieder zuruͤck.
Alles dieſes gehet ganz wunderbar gut von ſtatten, ſo lange kein Unglaͤubiger, kein Chriſt, dazwiſchen kommt. Deſſen Gegenwart aber verſtoͤrte die ganze heilige Handlung: denn die Schlange wuͤrde, ſobald ſie merkte, daß ein ſolcher anweſend ſey, augenblick⸗ lich verſchwinden. Ia die Araber ſind ſo unverſchaͤmt, zu behaupten, daß wenn man auch dieſe Schlange in Stuͤcken ſchnitte, dieſe Stuͤcke auf der Stelle wieder ſich zuſammen fuͤgen wuͤrden, und alſo kein Verſuch, ſie zu toͤdten, ihrem Leben ein Ende machen koͤnnte, weil ſie zur Unſterblichkeit beſtimmt ſei. Ein Emir


