Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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von Achmiin befahl deshalb einmal, daß man in ſeiner Gegenwart den Verſuch mit der Zerſchneidung dieſer Schlange machen ſollte; allein die Prieſter ent⸗ ſchuldigten ſich, und verbaten ſich dieſes. Viele Chri⸗ ſten in dieſem Lande meinten im allen Ernſte, daß dieſe Schlange der Teufel ſelbſt ſei, welchem Gott die Macht gelaſſen habe, dieſes blinde und unwiſſende Volk zu raͤuſchen. Andere glaubten auch, daß der En⸗ gel Raphael den Ehe⸗Teufel Asmodi, an dieſen Ort gebannt habe, doch dieſes kann nicht ſeyn: denn dieſer Ehe⸗Teufel geht gewaltig in der Welt einher und herum; alle Tage hat man Beweiſe davon. Uebri⸗ gens wer die Schlangengaukeleien des Orients kennt, dem iſt die ganze Sache ſchon klar.

Am 2. Dezember kam Norden nach der Stadt Meſchie am weſtlichen Ufer des Fluſſes, und blieb den 2ten daſelbſt. Als er auf dem Bazar einkaufte, begegneten ihm 2 ſogenannte Heiligen. Sie waren ganz nackt, rannten wie Raſende durch die Straßen, ſchuͤttelten die Koͤpfe, und bruͤllten tief aus der Bruſt. Auch ein Freuden⸗Maͤdchen hatte ſich auf dem Markte eingefunden, ſich dem Volke zu zeigen und anzubie⸗ ten. Sie hatte ihr Geſicht und ihren Buſen entbhloͤ⸗ ſet, und trug ein weißes Hemde, da andere Frauen blaue tragen. Ihr Kopf, Hals, ihre Arme und Schenkel waren mit Fliederſtaat behaͤngt. Nicht ihr Schmuck allein, ihre unverſchaͤmten Stellungen und verabſcheuungswuͤrdige Manier gaben deutlich ihr Ge⸗