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um Huͤlfe auflehen, oder ihr Opfer darbringen. Die Erfahrung hat inzwiſchen gelehrt, daß dieſe wunder⸗ thaͤtige Schlange einen Unterſchied der Perſonen mache. Sie iſt großen Herren weit guͤnſtiger, und zum Hel⸗ fen geneigter, als den Armen und Niedrigen. Wenn ein Schech(nach andern Schriftſtellern auch Scheich, Schaik, Scheikh, Scheik) von einer Krankheit befal⸗ len wird, ſo iſt dieſe Schlange ſo hoͤflich, ſich von freien Stuͤcken und aus eigener Bewegung nach deſſen Hauſe tragen zu laſſen. Gemeine Leute aber muͤſſen nothwendig ein Verlangen nach ihrem Beſuche aͤußern, und ein Geluͤbde thun, daß man ihre Bemuͤhung vergelten will. Wenn auch dieß geſchehen, ſo laͤßt ſich die Schlange doch noch nicht ohne beſondere Ce⸗ remonie fortbringen. Es wird naͤmlich ſchlechterdings erfordert, daß eine unbefleckte Jungfrau als Geſandte an ſie abgeſchickt werde; denn die Tugend des ſchoͤnen Geſchlechts allein hat viel Einfluß und Gewalt uͤber ſie. Sollte nun die Tugend der an ſie geſchickten Geſandten den geringſten Schandflecken haben, ſo wuͤrde die Schlange ſich nicht erbitten laſſen, zu kommen.
Die Jungfrau macht der Schlange, ſobald ſie vor ſie gelaſſen wird, in tiefeſter Demuth eine Ver⸗ beugung, und bittet, daß ſie ſich zu ihrem Kranken tragen laſſen moͤchte. Die Schlange, d. i. der galante Herr Haridi in ihr, welche der Tugend des ſchoͤnen Geſchlechts nichts abſchlagen kann, faͤngt an, erſt eine


