Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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des ſchlechten Windes gezogen werden. Norden ſah unter andern Ortſchaften die Stadt Siunt, die ei⸗ nen Caſchef und den Sitz eines koptiſchen Biſchofs hat. Nicht weit davon ſind die alten Grotten auf ei⸗ nem Berge, die heut mit der Benennung Sababi⸗ nath bezeichnet werden, und nach der Sage von ſie⸗ ben Jungfrauen bewohnt geweſen waren; Norden konnte ſie nicht beſehen. Am eoſten verließ der kopti⸗ ſche Piieſter, der von Kairo bisher mit uns gereiſt war, bei Sachet die Geſellſchaft. Keiner bedauerte ſeinen Verluſt. So ſchlecht auch ſein Anſehen war⸗ ſo weit und hoch trieb er doch ſeinen Stolz. Er war ſo keck, ſeinen Reiſegenoſſen mehr als einmal in das Geſicht zu ſagen, daß ſie keine aͤchten und guten Chriſten ſeien, weil keiner gebeten, ihm die Haͤnde kuͤſſen zu duͤrfen. Obgleich die Araber in dieſer Ge⸗ gend mit einander im Kriege verwickelt waren, und einander taͤglich befehdeten, konnte man ohne Belei⸗ digung doch au das Land gehen.

Den 30. November hielt die Windſtille die Barke in der Gegend von Nechcheele, gebannt, welchen Ort Norden beſuchte, am 1. Dezember aber erhob ſich ein angenehmer Wind, der erlaubte weiter zu ſchiffen. Norden kam an den Ort Denesle vor⸗ bei, wo die Einwohner als Hauptgeſchaͤft treiben, aus ihren Kuaben Verſchnittene zu machen; an der Inſel, Giſäret Toma, die etwa eine halbe Meile lang ſeyn mag, ferner an einem alten Tempel bei Gau

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