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Norden hatte dieſen Muſtapha ſchon zu Kairo kennen gelernt. Wie dieſer Muſelmann Abſchied ge⸗ nommen, ſteuerte die Barke um 10 Uhr weiter. Man hatte wenig Wind, und viel Regen. Bei dem kopti⸗ ſchen Kloſter Dirmimund ſah Norden Palm⸗ baͤume gepflanzt, welche die Eingebornen fuͤr eine Art von Wunder halten, weil man ſie alle, man mag ſie von jeder Seite anſehen, nicht auf einmal ſehen und zaͤhlen kann. Dicht bei dieſem Kloſter iſt das Grabmal eines vermeinten mahometaniſchen Heiligen. Das uͤbrigens ſchlecht gebaute Dorf Eschmend Ell Ar⸗ rab, verurſacht, weil auf jedem Gebaͤude ein Tau⸗ benhaus ſtehet, in der Ferne einen angenehmen An⸗ blick. An einigen Orten in dieſem Striche Landes, iſt ſogar durch ein Geſetz verordnet worden, daß kein Mann heirathen, oder eine Haushaltung aufangen ſoll, der nicht eine ſolche Wohnung mit einem Tauben⸗ hauſe beſitzt. Das kommt daher, weil der Tauben⸗ Miſt der einzige Duͤnger iſt, den ſie fuͤr ihre Aecker haben. Den Miſt von andern Thieren heben ſie ſorg⸗ faͤltig zum Verbrennen auf, und aus dem Sotte, der davon koͤmmt, ma hen ſie Salmiak. Von dieſem Orte aus ſah Norden mehrere andere Doͤrfer und viele Rui⸗ nen alter Gebaͤude. Abends 8 Uhr legte die Barke an der Weſtſeite des Nils vor der Stadt Beneſoefan, die 38 Meilen von Kairo entfernt, eine Art Haupt⸗ ſtadt iſt, und wo ein Bey ſeinen Sitz hat. Haſſan, ein geweſener Sklave, und nachher 14tes B. Aegypten. II. 1. 2


