Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Pracht, noch durch Kunſt auszeichnet. Weiter unter dem Palaſte, beinahe bis an die Meeres⸗ ⸗Kuͤſte, er⸗ ſtrecken ſich die Gaͤrten deſſelben; hier ſoll das alte Byzanz geſtanden ſeyn.

Konſtantinopel gewaͤhrt die herrlichſte Aus⸗ ſicht, und hat die herrlichſte Lage. Die Straſſen des⸗ ſelben ſind enge, jedoch ſind hier noch alte Denkmaͤ⸗ ler zu ſehen. Auf dem alten Hippodromus ſieht man zwei Schlangen von Erz, ferner einen Obelisk, und zwei andere kunſtliche Saͤulen, wovon eine dem Karavanſerai gegenuͤber, die andere auf dem Weiber⸗Markte, Auratbaſar genannt, ſteht; auf erſterer iſt ein Feldzug des Kaiſers Arkadius, welcher ſie errichten ließ, eingehauen. Letztere aus s Porphir⸗Steinen ſo zuſammengeſetzt, als ob ſie nur aus einem Steine verfertigt waͤre, wurde durch Erdbeben und Feuer ſo beſchaͤdigt, daß ſie durch ei⸗ ſerne Ringe zuſammengehalten werden mußte. Auf derſelben ſoll die Bildſaͤule Apollo's, dann Kon⸗ ſtantin's und zuletzt jene des aͤlteren Theodo⸗ ſfius geſtanden ſeyn, welche ein Erdbeben herab⸗ warf.

Der oben genannte Obelisk ſoll faſt 100 Jahre umgeſtürzt geweſen ſeyn, bis ihn endlich zu den Zei⸗ ten der letzten griechiſchen Kaiſer ein geſchickter Bau⸗ meiſter wieder aufrichtete. Schon war die Aufrich⸗ tung deſſelben ihrem Ende nahe, als ploͤtzlich der Obelisk ſich nicht mehr vom Platze bewegen ließ.