Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Schon glaubte man, es ſei alle Arbeit vergebens⸗ und man müſſe das Werk mit großen Unkoſten von neuem anfangen. Dieſer kluge Meiſter ließ nun die Seile etliche Stunden mit Waſſer beſprengen, da⸗ durch wurden ſie ganz ſtraff, und der Obelisk unter allgemeinem Frohlocken des Volkes aufgerichtet.

Zu Konſtantinopel ſah ich auch Luchſe, wilde Katzen, Panter, Leoparden, Löwen, welche ganz zahm waren. Ein luſtiges Schauſpiel gewbaͤhrte mir auch das Tanzen und Ballſpielen der Elephanten. Nach dem Zeugniſſe Seneka's ſoll ſogar einer auf dem Seile getanzt; und nach Plinius ein anderer grie⸗ chiſch verſtanden haben. Wenn der Elephant tanzte

hub er einen Fuß um den anderen auf und bewegte ſich mit dem ganzen Leibe. Den Ball fing er mit ſeinem Rüſſel auf, und warf ihn wieder zuruͤck. Auch war vor meiner Ankunft ein Kamelopard zu ſehen; dieſes Thier iſt vorne höher als hinten, und heißt deßwegen Kamelopard, weil es, nach dem Halſe und Kopfe einem Kamele, nach der Farbe, einem Pan⸗ ter(Pardehh gleicht. Auch beſchiffte ich den Pontus, und beſuchte mehre Luſthaͤuſer und Blumengaͤrten des Sultans, welche ihre Schoͤnheit nicht der Kunſt, ſondern der Natur verdanken.

Der Pontus wird von den Tuͤrken Carade⸗ nis, ſchwarzes Meer, genannt. Er nimmt ſei⸗ nen Lauf durch enge Schlünde in dem Thraziſchen Bosporus, ſtromt durch viele Kruͤmmungen in ei⸗