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und die Schnelligkeit ihrer Weiber und Toͤchter im Hausweſen anzuzeigen. An vielen Graͤbern hingen Weiver⸗Haare zum Zeichen der Trauer. Hier ſoll auch der Braͤutigam, ſobald zwiſchen den Aeltern die Heirath abgeſchloſſen, die Braut ſtehlen. Nicht weit von Jagodna kamen wir zum Fluße Niſſus, und nach Niſſa, wo wir noch Ueberreſte von römiſchen Landſtraſſen erblickten. Niſſa ſelbſt iſt ein beruͤhmtes, volkreiches Staͤdtchen. Hier kehr⸗ dten wir in einer öffentlichen Herberge, Karavan⸗ ſarai genannt, ein. Dieſe ſind große Gebaͤude, mehr lang, als breit; in deren Mitte ein großer Hof zur Verſorgung des Gepäckes, der Kamele, Maul⸗ thiere und Wagen, ſich befindet. Dieſen ſchließt ge⸗ woͤhnlich eine Mauer ein, welche etwas mehr als 3 Zuß hoch iſt; das ganze Gebaͤude umgibt, oben eben und gegen 4 Schuhe breit iſt. Hier iſt das Schlafgemach, Speiſezimmer und die Kuͤche der Tur⸗ ken; ihr Nachtlager bereiten ſie ſich auf folgende Weiſe zu. Vorerſt breiten ſie eine Decke aus, welche ſie gewöhnlich uͤber die Saͤttel werfen, auf dieſe wer⸗ fen ſie ihren Regenmantel, zum Kiſſen dient der Sattel. Ihr mit Pelz gefuͤttertes Tages⸗Kleid gebrauchen ſie ſtatt der Decke. In dieſen Herbergen ubernachtete ich nicht gerne, weil die Tuͤrken uns genau beobach⸗ teten, und ſich über unſere Sitten und Gewohn⸗ heiten wunderten. Deßwegen ſuchte ich immer bei Chriſten zu übernachten; zuweilen kehrte ich in tuͤr⸗


