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den Ungarn und Kreuzrittern vertheidigt. Als end⸗ ich 1520 Soliman mit ſeinem Heere vor dieſer Stadt erſchien, und die Nachlaͤßigkeit des jungen Koͤ⸗ nigs Ludwig ſowohl, als die Zwietracht der unga⸗ riſchen Staͤnde bemerkte, eroberte er ſie mit leichter Muͤhe. Dadurch verlor der Koͤnig Ludwig ſein Le⸗ ben; Ofen wurde eingenommen, Siebenbuürgen unterjocht und das ganze Königreich verwüſtet.
Nachdem wir die zur Landreiſe nothwendigen Be⸗ dürfniſſe uns verſchafft hatten, reiſten wir von Bel⸗ grad ab. Zur linken Seite des Donau⸗Ufers ließen
Hwir das Schloß Symandrien liegen, welches ehe⸗
mals den Seroiſchen Despoten gehoͤrte, und reiſten gegen Niſſa. Hier zeigten die Tuͤrken uns auf An⸗ höhen die weißen Berge Siebenbürgen's und bei⸗ laͤufig den Ort, wo die Pfeiler der Brucke Trojan's ſtanden. Als wir uͤber den Fluß Mühr geſetzt wa⸗ ren, kehrten wir in dem ſerviſchen Dorfe Jagodna ein. Auffallend waren uns hier die Leichen⸗Zere⸗ monien dieſes Volkes. In der Kirche lag der Leich⸗ nam mit entblößtem Angeſichte, neben demſelben ſtan⸗ den Fleiſch, Brod und ein Becher Wein; ſeine Frau und Tochter waren beſtens gekleidet; die Kopfbedek⸗ kung der Tochter war aus Pfauen⸗Federn. Sie brachen in Klagen aus, und erhoben ein jaͤmmerliches Geſchrei. Die Leiche wurde von mehren griechiſchen Prieſtern begleitet, in dem Kirchhofe waren hölzerne Rehe und Hirſche auf Pfaͤhlen, um dadurch den Fleiß


