Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Ehemals war ſie mit den herrlichſten Palaͤſten unga⸗ riſcher Magnaten geziert; jetzt aber ſind dieſe meiſt zerfallen, und werden von türkiſchen Soldaren be⸗ wohnt, welche dieſelben aus Mangel an Geld nicht unterhalten können. Sie kuͤmmern ſich nicht um Re⸗ gen, wenn nur ſie und ihr Pferd im Trocknen ſtehen. Auch verbietet ihnen das Geſetz den Bau praͤchtiger Gebaͤude; deßwegen wohnen auch große und reiche Türken in Hutten und kleinen Haͤuſern. Mehr Sorg⸗ falt verwenden ſie aber auf ſchoͤne Gaͤrten und Baͤ⸗ der; auch richten ſie nach der Menge ihres Geſindes die Groͤße ihrer Haͤuſer ein. In denſelben ſind weder Saͤulengaͤnge, noch praͤchtige Säle zu ſehen, ſon⸗ dern ſie gleichen hierin ganz den Ungarn. Denn Ofen und Preßburg ausgenommen, zeichnet ſich in ganz Ungarn keine Stadt durch ſchoͤne Gebaͤude aus. Zu Ofen iſt auch eine Quelle, welche oben ganz heiß iſt, auf deren Boden aber Fiſche ſchwim⸗ men. 5 Endlich am 7. December erhielt ich Audienz beim Baſſa; ich beſchenkte ihn, beklagte mich über den Muthwillen ſeiner Soldaten, und verlangte, was ge⸗ gen den Vertrag war genommen worden, deſſen Er⸗ ſtattung er dem Kaiſer, bei der Sendung eines Ab⸗ geordneten in einem Briefe verſprochen hatte! Er klagte ebenfalls uͤber Beleidigungen und Schaden von Seite der Unſerigen, und ſuchte durch einen ſpitz⸗ findigen Schluß mich von der Räumung der Orte ab⸗