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theilt, ſo wohl zur Vertheidigung der Feſtungen, als zum Schutze der Juden und Chriſten gegen den tür⸗ kiſchen Poͤbel. Zu Ofen in der Feſtung ſind beſtaͤn⸗ dig Janitſcharen; ihr Kleid fliegt bis auf die Knoͤchel herab, das Haupt bedeckt ein Regenmantel, von dem ein Theil uͤber den Kopf gezogen wird, der an⸗ dere über den Nacken hinab haͤngt. Auf der Stirne erhebt ſich ein langes, ſilbernes, mit Gold uͤberzogenes, und mit ſchlechten Edelſteinen beſetztes Rohr. Immer kamen ſie paarweiſe zu mir, gruͤßten mich mit gebeug⸗ tem Haupte und gingen in derſelben Stellung, ohne mir den Rücken zuzukehren, weil ſie dieſes fuͤr unhoͤf⸗ lich halten, zuruck. Eher ſollte man nach ihrem de⸗ muͤthigen Betragen dieſe gefuͤrchteten Menſchen fuͤr Moͤnche als fuͤr Soldaten halten. Oft lud ich Tuͤrken zu Tiſche, dieſe wurden von der Lieblichkeit des Weines ſo gereizt, daß ſie ſich berauſchten. Das Weintrinken wird bei den Tuͤrken, hefondere bei den Aelteren, für ein großes Laſter gehalten. Die Juͤngeren aber glauben eine
und dieſelbe Strafe nach dem Tode erdulden zu muͤſſen, ob ſie viel oder wenig Wein trinken. Haben ſie ein⸗ mal zu trinken angefangen, ſo trinken ſie ſo lange ſort, bis ſie dem Rauſche erliegen.
Die Stadt Ofen liegt in einer ſehr ſchoͤnen und fruchtbaren Gegend auf einem Bergrucken, ſo, daß auf einer Seite Weinberge an ſie graͤnzen, auf der anderen die Donau vorbeifließt, uber welche hinaus man die Stadt Peſt, und ſehr weite Ebenen ſieht.
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