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man's Eidam, Malvez zu ſich rufen, dieſer be⸗ harrete feſt auf der Falſchheit dieſer Sage. Als ſich die Wahrheit hievon beſtaͤttigte, ließ der Sultan Malvez in das Gefaͤngniß werfen, in welchem er zwei Jahre ſchmachtete. Jedoch wurde der Streit wegen Siebenbürgen durch einen Vergleich beige⸗ legt. Als Unterhaͤndler wurden Anton Wranz aus Dalmatien, Biſchof zu Agria, und Franz Zay, Schiffs⸗Oberſter, zwei durch Fleiß und Recht⸗ ſchaffenheit ausgezeichnete Maͤnner abgeſchickt. Bei ihrer Ankunft wurde Malvez von Soliman an Ferdinand mit Briefen entlaſſen, und bald darauf mit einer Antwort wieder nach Konſtantinopel geſendet, zerreichte aber nur Kommorn, die letzte Zeſtung Oeſterreichs gegen die Türken, am Zuſam⸗ menfluße der Donau und Waag, wo er wegen Krankheit, auf welcher bald der Tod folgte, um Ab⸗ nahme ſeiner Geſandtſchaft bat. Auf dieſe Weiſe wurde mir dieſelbe üͤbertragen. Als ich von Mal⸗ vez die gehöorigen Verhaltungs⸗Regeln erhalten hatte, reiſte ich eilends nach Wien zuruck und ſchickte mich zur Abreiſe an. Nachts 44 Uhr erreichten wir Viſchamünd, einen Marktflecken Ungarn's a Mei⸗ len von Wien, wo wir uͤber Nacht blieben. Von da reiſten wir nach dommorn, um Paul Palinai, welcher die Räubereien und Plünderungen der Tuͤr⸗ ken wohl kannte, nach Ofen mitzunehmen. Seine Apweſenheit noͤthigte uns noch einen Tag hier zu ver⸗


