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als Geſandter nach Konſtantinopel begeben. Ich ver⸗ fügte mich nur nach Busbeck zu meinem Vater und Freunden, dann zu Pferd eilig uͤber Brüſſel nach Wien, wodurch ich theils wegen des Reitens, theils wegen der Herbſtzeit höͤchſt ermudet wurde. Zu Wien wurde ich durch den geheimen Secre⸗ tär Joh. Vander dem K. Ferdinand. vorgeſtellt Dieſer nahm mich gnaͤdig auf, und ermunterte mich bis Anfangs Decembers zu Ofen zu ſeyn, damit die Türken keine Urſache haͤtten, den Vertrag zu brechen. Waͤhrend dieſer kurzen Zeit müßte ich noch nach Kommorn, zu Joh. Maria Malvez dem vor⸗ herigen Geſandten am Hofe Solimans, um mich in der tärkiſchen Sprache unterrichten, und mit den Landes⸗Gebraͤuchen bekannt machen zu laſſen. Als Kaiſer Karl wichtiger Urſachen wegen durch Ger⸗ hard von Veldweyck(Feldwyck) einen Waffen⸗ Stillſtand geſchloſſen hatte, befand ſich Malvez im Gefolge deſſelben, und wurde bei ſeiner Ruͤckkehr zum zweitenmale nach Konſtantinopel geſchickt. Großes Verdienſt erwarb er ſich hier durch ſeine Standhaftigkeit: denn als Ferdinand Sieben⸗ buͤrgen durch die Vertauſchung anderer Laͤnder an die Wittwe und den Sohn des Woywoden Johann welcher ſich vorhin den Titel eines Königs von Un⸗
garn angemaßt hatte, an ſich brachte, kam die Nach⸗
richt davon zu den Ohren der Tuͤrken. Um ſich von der Wahrheit zu uͤberzeugen, ließ Ruſtan, Soli⸗


