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ſchen, theils zur Beforderung, oder zum Schutze des Handels.
Die Griechen aus den alten Geſchlechtern zu P era find uͤberaus koͤſtlich gekleidet und geſchmuͤckt. Wer nie eine ſolche Pracht geſehen hat kann ſich davon keinen Begriff machen. Mit Recht kann man oft ſagen, daß ein Weib, wenn es in das Bad geht, ſo viel Schmuck an ſich traͤgt, als ſie werty iſt; das heißt, worin ihr ganzes Vermögen beſteht. Es iſt keine Buͤrgerin, keine Kaufmannsfrau ſo gering, daß ſte nicht Kleider von Sammet, Damask, oder we⸗ nigſtens ſchweren, gebluͤmten Seidenſtoff tragt. Dazu iſt ſie noch mit Gold⸗ und Silber⸗Borden, mit Ket⸗ ten, Hals⸗ und Armbaͤndern, von edlen Geſteinen
beſetzt, uͤberladen. Schon ihre Gebaͤrden urkunden
von Hoffart, und Gefallſucht, was auch die Veran⸗ laſſung iſt, daß ſich die Maͤnner nicht ohne Urſache uͤber die Untreue ihrer Ehehaͤlften zu beklagen haben. Denn eine Frau, deren Ehemann ihr nicht alles ver⸗ ſchaft, was ſie wuͤnſcht und will, ſucht ſich bei ga⸗ lanteren Herren dafuͤr zu entſchaͤdigen. Daruͤber wundert ſich ſogar Niemand; denn dieſe Sitte iſt hier zu allgemein angenommen. Nur die betagten
Matronen ſind eingezogener, und einfacher. Dieſe
tragen auf der Gaſſe ſchoͤne weiße Schleier, welche die Schultern, und den Rucken bedecken. Die Witt⸗ wen bedienen ſich ſtatt des weißen, eines gelben Tu⸗ ches, und affektiren einen ehrbaren, langſamen Gang.


