Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Theilen ihrer Beſitzungen aus Eiferſucht zu verkegen gewohnt ſind, entkommen, und ſich fremden Augen zeigen, oder ſich ſelbſt durch den Anblick von fremden ergötzen konnen, obwohl ſie bei jedem Gang uͤber die Straſſe den Körper ſowohl, wie das Geſicht wohl verhuͤllen muͤſſen.

Die Maͤnner nehmen manchmal Weiber mit ſich in das Bad, ja in dieſem ſind ohnehin ſchon einige, welche im Nothfalle, wenn ein Tuͤrke kein eigenes Weib hat, aushelfen muͤſſen.

Doch in die Baͤder der Weiber darf keine maͤnn⸗ liche Perſon. Sie gehen aber ſelbſt zu Zehn und Zwoͤlf mit einander, ſelbſt Tuͤrkinnen und Griechinnen vermiſcht, als gute Geſpielinnen, oder Freundinnen. Sie pflegen dann einander zu waſchen und zu reiben, wobei es ſich manchmal ereignet, daß ſie ſich in ein⸗ ander verlieben. Iſt ihnen ein ſchoͤnes Weib be⸗ kannt, ſo wenden ſie alles an, um es zu ſich in das Bad zu bringen. Gelingt es ihnen, ſo beſehen ſie

daſſelbe, und betaſten es auch mit den uͤppigſten Be⸗ gierden.

Sie begeben ſich ſchon am fruͤheſten Morgen da⸗ hin, und bleiben dann bis Mittag. Die Vornehmern haben zwei, oder auch drei Sklavinnen bei ſich; Eine traͤgt auf dem Kopfe ein kupfernes, uüberzinntes Ge⸗ fäß, worin die Bademaͤntel, Hemden, und anderes Geraͤth, wie ihre Salben verwahrt ſind. Das Ge⸗ faͤß iſt mit Sammet, oder Seiden⸗Teppichen bedeckt,