Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Gold⸗, oder Silber⸗Borden, mit Franſen oder Drot⸗ teln, hängen lange uͤber daſſelbe herab. Eine An⸗ dere trägt einen ſchoͤnen, reinen Teppich, auf wel⸗ chem ſie in der Abzieh⸗Stube ihre Kleider und Klei⸗ nodien legen: denn Griechinnen ſowohl als Tuͤrkinnen ſchmuͤcken ſich außerordentlich, ehe ſie in das Bad gehen, oder wenn ſie aus demſelben kommen, in der Hoffnung, irgend einem fremden Auge damit zu ge⸗ fallen.

Wenn ſie in das Bad kommen, wird das Gefaͤß, wovon wir geſprochen haben, umgewendet, um ſich deſſelben ſtatt eines Sitzes zu bedienen. Waͤhrend die Frau nach genoſſenem Bade ruht, waſchen und reinigen auch Sklavinnen einander. Eine Salbe von Cypreſſen, Cedern, und andern wohlriechenden Sa⸗ chen ſoll ihren Leib beſonders rein und angenehm machen.

XXIII. Der Bazar, oder das Kaufhaus, ge⸗ hört gleichfalls zu den merkwuüͤrdigſten Gebaͤuden von Konſtantinopel. Es iſt ein ſehr großes, viereckig⸗ tes Gebaͤude, hat vier Thore, und eben ſoviel Gaſ⸗ ſen. An den Seiten derſelben ſind die Kauflaͤden; darin ſieht man viele koͤſtliche Waaren, Perlen, Edel⸗ geſteine, koſtbares Pelzwerk von Zobeln, Luchſen, Woͤlfen ꝛc. Gold⸗ und Silber⸗Geraͤthe, Seidenzeuge, Tuͤcher von allen Gattungen, und eine Menge an⸗ derer Waaren blenden hier das Auge.