Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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226 mit Ruthenſtreichen wieder klug zu machen. Andere Kranke aber pflegen ſie mit großem Fleiße und aller Geduld. Vier andere tuͤrkiſche Kirchen ſind weniger herr⸗ lich und minder reichlich ausgeſtattet.

XXI. Von den Badanſtalten und andern merk⸗ würdigen Dingen.

Vie uͤberhaupt in allen von den Türken bewohnten Laͤndern, alſo auch vorzuͤglich zu Konſtantinopel, ſind viele und ſchoͤne Badanſtalten, theils in Privathaͤu⸗ ſern, theils in oͤffentlichen Gebaͤuden. Sie ſind manch⸗ mal, wie bei den Griechen und Roͤmern, in dem herr⸗ lichſten Style, mit allen Koſtbarkeiten verſehen, was be⸗ ſonders bei dem Groß⸗Sultan und ſeinen Frauen, dann dei den Baſcha's der Fall iſt. Selbſt die gemeinen Bäder ſind aus ſchonſtem Marmor, mit Saͤulen, Moſaik⸗ Pflaſtern, Bildniſſen ꝛc. geziert. Jedes Bad hat zwei abgeſonderte runde Flügel, mit gewoͤlbten Daͤchern, im erſten ſind die Auskleide⸗Zimmer, worin auch ein Ofen ſteht, um die Kleider zu erwärmen, oder zu trocknen. In der Mitte iſt ein ſchoͤner Spring⸗ prunnen, der in ein Marmorbecken faͤllt. Rings⸗ herum ſind niedere Sitzſtellen, ganz mit tuͤrkiſchen Teypichen bedeckt. Auf denſelben ziehen ſich die Tuͤr⸗ ken aus, und geben dann ihre Kleider den dazu be⸗ ordneten Dienern. Ihre Scham bedecken ſie mit einem