Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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trifft, ſeinem Vater im Kaiſerthume nachfolgen. Jene Frauen aber, die von ihm nicht empfangen, ſchenkt er feinen oberſten Befehlshabern.

Außer dem Kaiſer und den Verſchnittenen, darf Niemand, weſſen Standes er auch ſei, und in ſo hohen Gnaden er ſtehen moͤchte, zur und in die Woh⸗ nung dieſer Frauen.

XX. Die vom Kaiſer Juſtinian erbaute So⸗ phien⸗Kirche ſteht noch heutigen Tages. Sie iſt ein herrliches, koſtbares Gebaͤude, hat in der Mitte ein ſchoͤnes, rundes Gewoͤlbe, wie das Pantheon zu Rom, und zwei Reihen Säulen aus Marmor, die ſehr hoch und zwei Klafter dick ſind. Ueberdieß hat es noch eine Reihe ſolcher Saͤulen, die aber etwas kleiner ſind und das Gewölbe tragen. Von Innen iſt dieſe Kirche mit ſchoͤnen Gemaͤlden, Gold, Silber und Mo⸗ ſaik⸗Arbeit geziert, von Auſſen aber mit Marmor von verſchiedenen Farben belegt. Ebenſo ſind auch die dabei beſindlichen Klöſter geziert. Gemaͤlde und Bilder hingegen ſind von den Tuͤrken zerſtoͤrt, und heraus geriſſen worden. Denn ſie ſagen, man ſoll nur Gott allein anbeten und Ehre bezeugen, nicht aber lebloſen Bildern.

Die Kirche iſt mit Blei gedeckt, die Thore ſind aus Chorinthiſchem Erz gegoſſen, ſo kuͤnſtlich und ſchoͤn, daß dergleichen nicht zu finden ſind. Als dieſer herr⸗ liche Tempel noch in den Haͤnden der Chriſten war, wurde er füglich fuͤr das erſte Gebaͤude, nicht allein