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In der Mitte dieſes Hofes ſteht zwiſchen etlichen Cypreſſen ein ſchoner Springbrunnen. Gegen das Meer zu iſt noch ein Thor, durch welches der tür⸗ kiſche Kaiſer ſich zu Schiffe zu begeben pflegt, wenn er nach ſeinem Luſtgarten will, welcher jenſeits des Meeres in Natolien liegt, und Skutari heißt. Deßwegen befindet ſich bei dem Thore ein Gezelt, und vor demſelben ſind beſtaͤndig zwei Fregatten bereit, ſowohl den Kaiſer, als den Boſtaugi Baſcha, wel⸗ ches der Oberſte uͤber die Gaͤrten iſt, aufzunehmen.
XIX. Der Kaiſer hat gewöhnlich zweihundert Weiber, meiſtens Chriſtinnen, welche zu Waſſer und zu Land, im Kriege, oder von Seeraͤubern gefan⸗ gen worden, oder aus Ungarn, Italien, Griechen⸗ land, Aſien ꝛc. dahin verkauft worden ſind.. Dieſen Weibern werden die köſtlichſten Kleider und aller Un⸗ terhalt gereicht. Von alten Frauen werden ſie in allerlei ſchönen, weiblichen Arbeiten unterrichtet, von vierzig Verſchnittenen aber bedient. Ueber dieſe iſt ein Oberſter geſtellt, der auch ein Verſchnittener iſt, Capiangaſſi genannt wird, und einen ſehr hohen Sold genießt.—
Wenn eine der Frauen vom Kaiſer empfangen hat, erhaͤlt ſie eine andere, abgeſonderte Behauſung und viel reichlicheren Unterhalt, indem ſie nunmehr als deſſen rechtmaͤßige Gemahlin anerkannt, und in großen Ehren gehalten wird. Wenn ſie einen Sohn zur Welt bringt, kann derſelbe, falls ihn die Reihe


