Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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zromus, welcher von den Tuͤrken Atmayden ge⸗

nannt wird. Dieß war vor Zeiten die kaiſerliche

Reitſchule, der Platz zum Wettlaufen ꝛc., und iſt jetzt dem gaͤnzlichen Verfall nahe.

In der Mitte dieſes Platzes ſteht auf vier mar⸗ mornen Kugeln ein Obelisk, von einer Höhe von z0 Ellen aus Einem Stück Stein beſtehend. Derſelbe iſt überfüllt mit Buchſtaben und Bildern. Nicht weit davon iſt ein Koloß, in welchen die Geſchichte der Wettlaͤufe eingehauen iſt. Man ſieht auch noch mehrere hohe Mauern, und Saͤulen allda, unter andern eine ſolche aus Erz, welche ſehr künſtlich, in Geſtalt dreier, zuſammengeflochtener Schlangen, gegoßen iſt.

Auch noch an andern Orten der Stadt ſteht man viele Ruinen alter Gebaͤude, z. B. vom Palaſte, worin Konſtantin der Große gewohnt hat. Dieſer ſtand an dem weſtlichen Ende der Stadt. Sein Grabmahl aus Marmor iſt noch vorhanden, ſteht aber an dem unflaͤtigſten Orte von ganz Konſtan⸗ tinopel. Auch von Wafferleitungen ſind noch Ueber⸗ reſte zu ſehen, viele ſolcher Eiſternen ſtehen auf Schwibbögen, oder hohen Marmorſaͤulen.

XVII. Gegen Gallipoli, am Geſtade des Meeres, ſteht das feſte Schloß mit den ſieben ſtarken Thuͤrmen, wovon wir fruͤher ſchon Erwaͤhnung ge⸗ macht haben; es hat hohe, dicke Mauern, iſt mit vielem Geſchutze, und Kriegs⸗Vorraͤthen verſehen.