Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ließ er die zerſtörten Haͤuſer und Feſtungswerke wie⸗ der aufbauen, und bevoͤlkerte die Stadt wieder, in⸗ dem er aus allen Laͤndern Maͤnner, Weiber und

Kinder dahin berief, ihnen auch freie Uebung jeder Religion verſprach. Sogleich fand ſich eine große

Anzahl von Juden, und von jenem Mauriſchen Voͤl⸗

kerſtamme ein, der vorher aus Spanien vertrieben

worden war. Im kurzen war Konſtantinopel wieder volkreich, mächtig und reich. Mehm eth, der naͤmliche Kaiſer, erbaute das Serail, das von ſei⸗ nen Nachfolgern um vieles erweitert wurde; dann

auf einer Anhöhe der Stadt, die große, herrliche

Moſchee.

Neben andern Feuersbrüͤnſten verbrannte unter dem Kaiſer Baſilius zu Konſtantinopel eine Bibliothek von 126,000 Büchern; unter dieſen eine Drachenhaut von 120 Schuh in der Laͤnge, worauf Ho⸗ mers Ilias und Odiſſee geſchrieben geweſen ſeyn ſoll.

XV. Das fuͤrchterlichſte Erdbeben ereignete ſich unter dem tuͤrkiſchen Kaiſer, Mehmeth II., im Jahr 1509. Die Stadtmauer, und viele Gebaͤude ſtuͤrzten in das Meer, auch ein Thurm, mit aller Munition und Mannſchaft. Die große Waſſerleitung von der Donau in die Stadt, mit ſo ungeheuern Koſten errichtet, wurde dabei zerſtoͤrt. Gegen dreizehn tauſend Menſchen verloren das Leben.

XVI. Von den Alterthuͤmern ſieht man zu Kon⸗ ſtantinopel heut zu Tage noch einen Hyppo⸗