Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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baute mit ſonſt nie geſehener Pracht die Stadt, welche er nach ſeinem eigenen Namen Konſtanti⸗ nopel nannte. Die Griechen nennen ſie auch Stambul, welches ſoviel heißt, als:„große, herrliche Stadt.“

kIV. Schon unter den Nachfolgern dieſes Kai⸗ ſers hatte Konſtantinopel wieder manches Unge⸗ mach auszuſtehen; Belagerungen, Erdbeben, anſtek⸗ kende Krankheiten, Feuers⸗Brünſte ꝛc., bis ſie unter dem letzten griechiſchen Kaiſer, auch Konſtantin geheißen, von dem tuͤrkiſchen Kaiſer Mehmeth er⸗ obert, und erbaͤrmlich verwüſtet worden iſt. Kon⸗ ſtantin ſelbſt verlor dabei ſein Leben; ſein Haupt wurde zu großem Schimpfe im türkiſchen Lager herum getragen; Konſtantinopels herrliche Gebände, be⸗ ſonders die ſchoͤne, von Konſtantin dem Großen erbaute Sophien⸗Kirche wurden auf das graͤßlichſte ihrer Zierden beraubt, und entweiht.*)

Als hierauf der tuͤrkiſche Eroberer beſchloſſen hatte, hier ſeinen beſtaͤndigen Wohnſitz aufzuſchlagen, ——

Hoͤlzer, womit der Platz zur Stadt beſteckt und bezeichnet war, genommen, und in ihren Schna⸗ bein auf die andere Seite getragen haben, was der Kaiſer fuͤr eine goͤttliche Warnung hielt, und ſeinen Plan aͤnderte ꝛc.“—

*) Die Eroberung Konſtantinopels durch die Tuüͤrken, geſchah den 29. Maͤrz 1353, nachdem darin die Chriſten 1190 Jahre geherrſcht hatten.