Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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159 8 ſer zu verſehen. Spaͤter haben die Türken und Mo⸗ ren es wieder errobert, und die Spanier vertrieben. Gegen Aufgang ſieht man ein ſehr ſchoͤnes, und ehends Land, darin wohnt ein Volk, Merdes ge⸗ nannt. Es wird dort ſehr viel Getreide gebaut, und ſo vortreffliche Viehzucht getrieben, daß es einen Ueberfluß giebt an Rindvieh, Schafen und Pferden. Von hier werden, nicht allein die Stadt Bona, ſon⸗ dern auch Tunis, die Inſel Gerbi, und andere umliegenden Orte mit Milch, Butter ꝛc. verſehen. Auch giebt es in dieſer Gegend ganze Waͤlder von Dattelbaͤumen, Cybeben, Feigen, und einen Ueber⸗ ftuß an Zucker⸗Melonen. Aus dem Gehixge ſtyömen zwei Fluͤße, uͤber welche ſteinerne Bruͤcken gebaut ſind. Von denſelben fuͤhrt noch eine Straſſe zu ei⸗ ner zerſtörten Kirche, zwiſchen hohen, und rauhen Felſen. Nach der Sage der Moren ſoll der h. Au⸗ guſtin darin gewohnt, und geprediget haben. Dieß veranlaßte mich, dieſen Ort beſuchen zu wollen, ob⸗ wohl es mir von einem ſpaniſchen Juden ſehr miß⸗ rathen wurde: denn die Gegend war von Arabiſchen Naͤubern gar unſicher gemacht. Nichts deſto weniger machte ich mich auf den Weg: allein bald erblickte ich in der Ferne, am Fuße eines hohen Berges ei⸗ nen Haufen ganz nackter Maͤnner. Sie ſaßen theils auf Arabiſchen Pferden und waren mit Saͤbeln, und allerlei andern Waffen verſehen, dergleichen ich ſchon zu Algier geſehen hatte.