Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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„Waͤrme werden auf dieſe Weiſe eine Menge Huühn⸗ chen zur Welt befördert. Kamele und Ochſen hat man gleichfalls ſehr viele. Letztere werden wie die Pferde beſchlagen, und zum Reiten gebraucht; jedoch habe ich auch ſehr viele und ſchoͤne Pferde geſehen. Die Mohren reiten ſie ohne Sattel, Zaum, Steig⸗ bügel und Sporn; ſie legen ihnen nur einen Ring, oder einen Strick um den Mund, und reiten ſie da⸗ mit, wohin ſie wollen.

Die Maͤnner gehen meiſtens mackt, jedoch bedek⸗ ken ſie die Scham vorne und hinten mit einem weißen Tuche; auf dem Kopfe aber haben ſie eine geflochtene Binde, welche ſie unter dem Kinn zuſammen binden. Ihre Waffen ſind drei Pfeile, mit welchen ſie ſehr gewandt und ſicher in die Ferne ſchießen. An der linken Seite haben ſie einen Saͤbel haͤngen, den ſie Secgquie nennen. Sie bedienen ſich deſſen gegen ihren Feind, wenn er ihnen nahe kommt.

Der meiſte Theil des Hofgeſindes, und des Kriegs⸗ volkes auf den Galeeren, ſind abtrinnig gewordene Chriſten, die auch Mameluken(Renegaten) ge⸗ nannt werden. Sie ſind aus allerkei Laͤndern, beſon⸗ ders aus Spanien und Italien. Dieſe Menſchen treiben viel Boͤſes, Unzucht, Falſchheit und Räuberei, ſowohl zu Waſſer als zu Land. Sie bringen taͤglich eine große Menge gefangener Chriſten nach Algier, verkaufen ſie den Mohren und heidniſchen Kaufleuten. Pon dieſen haben ſodann die armen Menſchen die häͤr⸗