Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15²2

chet faſt einem Dreiecke. Auf einer Seite gegen das Meer hat es ein ſtarkes Schloß, von welchem man die Stadt und den Hafen mit dem Geſchütz beſtrei⸗ chen und vertheidigen kann.

Auſſer dem königlichen Palaſte, ſind Aneh noch viele andere ſchoͤne Gebaͤnde in der Stadt, Baͤder und Gaſthaͤuſer. Die Gaſſen ſind ſehr regelmaͤßig angelegt, und jedes Handwerk hat ſeine beſondere Abtheilung. Im ganzen moͤchte man wohl gegen dreitauſend Feuer⸗Staͤtte zaͤhlen.—

In dem unterſten Theile der Stadt, gegen Mit⸗ ternacht, nicht weit vom Meere, ſteht ihre vornehmſte Moſchee; zunaͤchſt dabei iſt das Arſenal, worin auch die Schiffe und Galeeren gebaut werden. In der Naͤhe befinden ſich viele Gewerbe und Kaufleute. Die⸗ ſer Theil iſt ſeiner vortrefllichen Lage wegen, der be⸗ völkertſte; Mohren, Tuͤrken und Iuden treiben hier ihren Wucher.

Sie haben zwei ordentliche Wochen⸗Maͤrkte, wo vom Lande eine große Menge Volks herbei ſtrömt, Getreide und andere Fruͤchte, Gefluͤgel, und beſon⸗ ders Nebhuhner zum Verkaufe bringend. Letztere ſind ſehr wohlfeil, aber nicht ſo groß, wie bei uns. Andere Huͤhner giebt es auch haͤufig. Sie werden nicht, wie bei uns, ausgebrütet; ſondern man hat hiezu eigene Oefen mit hohlen Platten, worin die Eier gelegt werden. Durch den gehoͤrigen Grad der