Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

146

die Galeere von oben bis unten zu unterſuchen. Doch damit gaben ſich die ungeſtummen Moslins noch kei⸗ neswegs zufrieden; denn ihre Abſicht war, unſer

Schiff an das Geſtade zu ziehen, um es bei dieſer Gelegenheit berauben und pluͤndern zu konnen. Der Geſandte merkte ihr Vorhaben gar wohl, und fer⸗ tigte deßwegen den Ritter von Seure,Cotignak, und mich, zum Köͤnige ab, damit wir duns üͤber die veruͤbte Gewalt beklagen ſollten. Wir hatten noch

nicht das Geſtade erreicht, als mich der Herr von

Seure erſuchte, wieder auf unſer Hauptſchiff zuruͤck zukehren, um einiges, ſehr Nothwendigas, des ent⸗ flohenen Chriſten⸗Sklaven wegen, zu beſegen. Ich konnte mich deſſen nicht weigern, fuhr zuruͤck, ver⸗ richtete den erhaltenen Auftrag, und eilte dann wie⸗ der zu meinen Gefaͤhrten, um nach Algier zu gehen. Ich wollte eben aus der Schaluppe an das Land tretten, als ein Sklave in mein Schifflein ſprang, einen Korb voll Feigen und Weintrauben tragend.

Er gab vor, daß er dieſelben unſerm Herrn uͤberbrin⸗ gen müuͤßte, und bat, daß man ihn zu demſelben fuͤh⸗ ren möchte. Allein die Gefahr war zu groß, als

daß ich ihm dieß haͤtte bewilligen wollen. Denn ſchon

hatte ihn ein Tuͤrke bemerkt, ſprang herbei, peitſchte den Ungluͤcklichen gewaltig, und fuͤhrte ihn auf eine algieriſche Fregatte zuruck. Bald beſann ſich der Grauſame wieder eines Andern, ſetzte den Sklaven in meine Schaluppe zuruͤck, mich aber, uno meine