Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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geſehen, wie er das Hauptſchiff erſtieg, liefen ſo⸗ gleich mit großem Geſchrei herbei, und forderten deſſen Auslieferung. 3

Von dieſer Zeit an rotteten ſich die Tuͤrken, fleißig wider uns zuſammen, und trachteten dahin, uns ſchaden zu koͤnnen, oder uns wenigſtens zu be⸗ leidigen. Als dieß der Geſandte bemerkte, war er darauf bedacht, jeder Gefahr bei Zeiten vorzubeugen. Er ſetzte ſich noch einmal auf das tüͤrkiſche Pferd, und ritt in die Stadt zum Könige. Er bat, daß dieſer ihn verabſchieden, und erlauben moͤchte, die zange⸗ fangene Reiſe fortſetzen zu dürfen. Allein die Vor⸗ nehmſten von Algier widerſetzten ſich dieſem, und gaben vor, daß ſeit unſerer Ankunft mehr als fuͤnf⸗ zig Chriſten⸗Sklaven auf unſere Schiffe entronnen wuͤren. Eines Tages erſchienen auch gleichzeitig viele Türken auf der Galeere, forderten mit Drohungen und wilden Gebaͤhrden, die Auslieferung ihrer Skla⸗ ven, und beſonders den Verwandten des Haupt⸗ nanns, den ſie doch mit eigenen Augen auf das Haupt⸗ ſchiff haͤtten ſteigen geſehen.

Der Geſandte entſchuldigte ſich, ſo gut er konnte, und beklagte ſich, daß man ihn gleichſam raͤuberiſch üͤberfallen wollte. Er verſicherte ſie, daß er nicht geſonnen ſei, einem ihrer Sklaven den Zutritt auf ſein Schiff zu geſtatten, und daß dieſes auch nicht geſchehen ſei. Er erſuchte ſie, ſich von der Wahrheit ſeiner Rede ſelbſt zu uͤberzeugen, und zu dieſem Ende

13tes Bäͤndchen. Tuͤrkei I. 2. 2