14³
Stellung ſeinen Beglaubigungs⸗ Brief. Hierauf be⸗ gann eine kurze Unterredung, nach welcher der Herr Geſandte wieder entlaſſen, und auf die naͤmliche Weiſe in ſein Schiff zuruck gebracht wurde, wie er hieher gekommen war. Hierauf kamen waͤhrend des ganzen Tages viele Tuͤrken und Mohren an unſern Bord, die wir auf das Hoͤflichſte empfingen, und ſo viel als möglich bewirtheten.
An jedem der kommenden vier Tage ſchickte der König ſechs Ochſen, und ein und zwanzig Hammel; auch brachten die Landes⸗Einwohner allerlei Fruͤchte: Birne, Aepfel, Feigen, Weintrauben, böſtliche, wohl⸗ ſchmeckende Melonen, und ungeſäuertes Brod, mit einem Kuchen⸗aͤhnlichen Geſchmack. Jedem, der uns ſo etwas uͤberbrachte, gaben wir eine Silber⸗Krone, um das Volk fuͤr uns einzunehmen, und es zu be⸗ wegen, uns alles zu bringen, was wir verlangen konnten. Dieſes gelang uns auch vortrefflich; denn auf dem ganzen Erdboden iſt kaum ein Menſchenge⸗ ſchlecht zu finden, welches der Raubſucht und dem Geitze mehr geneigt iſt, als das zu Algier.
Wir verlebten auf dieſe Weiſe, ohne alle Stö⸗ rung, eine ganze Woche, waͤhrend welcher die Ga⸗ leere des Herrn Ritter von Seure ausgebeſſert wurde. Hierzu gab der König das Materiale unentgeldlich, und ein Schiff aus ſeinem Arſenale, mit allem Zu⸗ gehor, ſo lange, bis die Ausbeſſerung des unſerigen vollendet ſeyn wuͤrde.


