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ſchehen. Herr von Aramont ward vom Koͤnige wegen ſeiner wohlerworbenen Verdienſte, mit Wuͤrden und reichlichem Einkommen belohnt; auch wurden die zwei tauglichſten Galeeren, die im Hafen von Marſeille lagen, ausgeruͤſtet. Der Herr von Seure, ein vor⸗ trefflicher, erfahrner Ritter, ward zu ſeinem Beglei⸗ ter, ich aber als Sekretaͤr zu ſeinen beſondern Dien⸗ ſten beſtellt.
II. Am letzten Tage des ſchönen Mai⸗Mondes machten wir uns auf den Weg. Schon nach einigen Tagen hatten wir Lyon erreicht, ſetzten uns auf die Rhone, welcher Fluß fuͤr den ſchnellſten in ganz Eu⸗ ropa gehalten wird, und gelangten nach Avignon, wo Herr von Aramont ſeine Gemahlin, welche ſehn⸗ lichſt auf ihn gewartet hatte, empfing. Denn es waren bereits ſieben Jahre, ſeit die beiden Eheleute einander nicht mehr geſehen hatten, weßwegen fuͤnf Tage in fröhlicher Raſt verbracht worden ſind. Nur die Wichtigkeit der erhaltenen Auftraͤge konnten den Geſandten beſtimmen, eher, als es ſeinem Herzen zuſagte, wieder abzureiſen. Er ſchickte ſeine Leute, und ſein Gepaͤck auf dem Waſſer bis gegen Mar⸗ ſeille, und folgte dann ſelbſt, mit mehrern ſeiner Verwandten und Freunden, auf dem Lande nach. Unter andern begleitete ihn auch der koͤnigliche Statt⸗ halter, ein Graf von Tende, bis in dieſe Stadt. Allein dieſe waͤre beinahe das Grab des Herrn von Aramont geworden; denn plötzlich verſiel er in eine


