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Dieſe Wuͤrde erhielt deßwegen zum erſten Male der Unterdiakon des h. Stuhles, Thomas Moroſini, ein Nobile di Venezia vom erſten Range. Die an⸗ dern, vornehmen Ritter unter dem Heere bekamen hier⸗ auf von den Landſchaften des Kaiſerthums eigene Herrſchaften.
Kraft des Vergleiches, welchen die Kreuzfahrer waͤhrend der Belagerung von Konſtantinopel unter ſich getroffen hatten, belehnte der neue Kaiſer Balduin ſogleich nach der Einnahme der griechiſchen Hauptſtadt den Markgrafen Bonifaz von Mont⸗ ferrat mit den Laͤndern jenſeits des Bosphorus und der Infel Kandia. Allein der Markgraf war mit Margaretha von Ungern, der Wittwe des Kgai⸗ ſers Iſa ak Angelus, verheirathet, und wuͤnſchte fuͤr ſeinen Antheil lieber das Koͤnigreich Theſſalo⸗ nich zu erhalten, weil es nahe an den Landſchaften ſeines Schwagers, des Koͤnigs von Ungern, lag, und weil es Muͤhe wuͤrde gekoſtet haben, diejenigen Ge⸗ genden Aſiens zu erobern, in deren wirklichem Beſitz Laskaris war*). Balduin willigte gern, in dieſen Tauſch, der Markgraf leiſtete ſogleich die Hul⸗ digung, und nahm den Ditel eines Herrn des Koͤnig⸗ reichs Theſſalonich und der Inſel Kandia an.
*) Man vergleiche hiemit B nrignys Geſchichte von Konſtantinopel II. Theil.


