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Well er aber keine Schiffe hatte, ohne welchen es ihm nicht moͤglich war, Kandien unter ſeiner Herrſchaft zu behalten, ſo ſchloß er(12. Auguſt 1204) einen Ver⸗ trag mit den Venedigern, nach welchem er ihnen Kandia abtrat, wofuͤr ſie ihm aber acht tauſend Mark Silbers, und alle, in dem weſtlichen Theile Macedoniens liegende Laͤnder als ein kaiſerliches Lehen gaben. Dazu eroberte Bonifaz noch Serka, Beroͤa, Lariſſa, Boͤotien, Argos, Achaia, und Lakonien, und machte auch mit dem Kaiſer gemeinſchaftliche Zuruͤſtungen gegen den Fuͤrſten in der Bulgarei. Bei der Eroͤffnung des Feldzuges aber bekam er einen toͤdtlichen Pfeilſchuß in die Schul⸗ ter, und ward von den Bulgaren gefangen. Dieſe ſchlugen ihm den Kopf ab, und ſchickten denſelben ihrem Fuͤrſten*).
Der Graf von Blois nahm Beſitz von Bythi⸗ nien; Jakob von Avenes erhielt die Inſel Eu⸗ baͤg oder Negroponte; la Roche, ein burgun⸗ diſcher Edelmann, bemaͤchtigte ſich eines großen Thei⸗ les von Griechenland, wo er das Herzogthum Athen und die Herrſchaft Theben ſtiftete. Wilhelm von
*) Endlich kam dieſes Koͤnigreich wieder an die Griechen, und der Kaiſer Andronikus Pa⸗ laologus verkaufte es im Jahre 1413 an die
Venediger, denen es Murad II. im J. 1432
wieder abnahm.


