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denken. Sie konnten ſich auch nicht vorſtellen, daß das zuruͤckgeſchlagene Kreuzheer eine neue Unterneh⸗ mung wagen wuͤrde. Allein am eilften April wurde die Stadt wieder mit einem ſolchen Ungeſtuͤmme an⸗ gefallen, daß man haͤtte glauben ſollen, der Erdkreis wuͤrde beſtuͤrmt. Das Gefecht war langwierig, und ſehr blutig; die Griechen hatten bis auf den Mittag allen Vortheil fuͤr ſich. Nun aber erhob ſich ein guͤn⸗ ſtiger Wind, der alle Schiffe naͤher zur Mauer trieb. Man legte die Keirene an, und ſogleich erſtiegen zwei Ritter, Andreas d'Urboiſe, ein Franzoſe, und Peter Ader aus Venedig, einen Thurm, wo⸗ rauf alsbald, nach gegebenen Zeichen, die Beherzte⸗ ſten nachfolgten. Durch dieſen muthigen Streich wurde die Einnahme der ganzen Stadt befoͤrdert. Hau⸗ fenweiſe ſah man die Kreuzſoldaten auf den Mauern; das Blutvergießen war unbeſchreiblich, die Beute un⸗ ermeßlich. Aus Bettlern wurden nun beguͤterte Leute; keine Kitche blieb uͤbrig, die man nicht rein auspluͤnderte, und der Werth der zuſammen geraften Beute belief ſich auf viermalhun dert Tauſend Mark Silbers. Viele hatten noch ihren Raub verſteckt gehalten. Murzuphlus hatte voll Verzweiflung gefochten; er konnte des Niederhauens nicht ſatt werden. End⸗ lich begab er ſich auf die Flucht, nachdem er große Schaͤtze mit ſich genommen hatte. Die Griechen er⸗ waͤhlten darauf ihren tapfern Theodor Laskaris zu ihrem Kaiſer, welcher aber, ſeines Muthes, und


