Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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getheilt werden; ſechs Bevollmaͤchtigte ſollten ernannt werden von Seite der Franzoſen, und ebenſoviel Ve⸗ nediger, welche nach abgelegtem Eide auf das Evan⸗ gelien⸗Buch denjenigen zum Kaiſer waͤhlen ſollten, den ſie nach ihren Gewiſſen fuͤr den faͤhigſten, und wuͤrdigſten hielten. Der neue Kaiſer ſollte den vier⸗ ten Theil aller Eroberungen bekommen, nebſt den Pa⸗ laͤſten und Feſtungswerken von Konſtantinopel. Das Uebrige ſollte unter die Franzoſen und Venediger in zwei gleiche Theile getheilt werden.

Hierauf ſollte man zwoͤlf der einſichtsvollſten Fran⸗ zoſen, und eben ſoviel Venediger waͤhlen, welche die Lehenguͤter und Ehrenaͤmter den tapferſten und ge⸗ ſchickteſten Hauptleuten des Heeres zuerkennen muͤß⸗ ten. Endlich ſollte das Kreuzheer noch ein Jahr zu Konſtantinopel bleiben, um das Anſehen und die Sicherheit des neuerwaͤhlten Kaiſers zu befeſtigen.

Der hierauf unternommene, hartnaͤckige Sturm gegen Konſtantinopel wurde von den Griechen muthig und gluͤcklich ausgehalten. Die Kreuzritter erſchracken uͤber dieſe verungluͤckte Unternehmung, lieſ⸗ ſen aber den Muth nicht ſinken. Man beſchloß viel⸗ mehr, nach einer Raſt von zwei Tagen, auf der naͤm⸗ lichen Seite der Stadt mit einem Sturme zuzuſetzen.

Die Griechen hatten die zwei Vorbereitungs⸗Tage

des Kreuzheeres mit Feierlichkeiten und Ergoͤtzungen uͤber ihr gluͤckliches Aushalten zugebracht, und nah⸗ men ſich keine Zeit, auf ihre fernere Vertheidigung zu