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Raͤuber jetzt uͤber Konſtantinopel. Der elende Iſaak ſchmachtete waͤhrend dieſer Empoͤrung im Ker⸗ ker, ſein Leben neigte ſich zum Tode. Murzu⸗ phlus hatte Mittleiden mit ihm, und machte, man weiß nicht wie, daß er ſtarb. Zu ſeiner Sicherheit auf dem Throne ſchien ihm eine zweite Grauſamkeit nothwendig. Er wollte auch den Gefangenen, der ihm Einſpruch machen koͤnnte, aus dem Wege raͤumen. Das Gift, deſſen Kraft er ſchon etliche Male verſucht hatte, that keine Wirkung. Nun warf er alle Be⸗ denklichkeit von ſich, ging ſelbſt in das Gefaͤngniß, und erdroßelte mit eigenen Haͤnden ſeinen Fuͤrſten, und Wohlthaͤter Alexius. Deſſen Herrſchaft hatte nur ſechs Monate gedauert.
Die Fuͤrſten des Kreuzheeres uͤbernahmen die Rache; ſie wollten Konſtantinopel, und das ganze grie⸗ chiſche Reich erobern. Ein Krieg mit dem Verraͤther, und Kaiſer⸗Moͤrder Murzuphlus war dehßwegen unvermeidlich. Vergebens ſuchte dieſer durch ſeine ab⸗ ſcheulichen Raͤnke die Venediger zu gewinnen, denn der ehrliche Dandalo ließ ſich in keine Unterhand⸗ lung ein. Die Feindſeeligkeiten fingen nun wieder an, und Konſtantinopel ward von der Seeſeite ein⸗ geſchloſſen. Unterdeſſen aber, daß das Kreutheer An⸗ ſtalten zu einem allgemeinen Sturme machte, hielten die Vornehmſten einen Rath, wobei folgende Punkte feſtgeſetzt wurden: Alle Beute, die man in der zu er⸗ obernden Stadt machen wuͤrde, ſolte gemeinſchaftlich


