Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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276 Schweſterkind, der Neid, ſpaltete die Herzen Vieler, und ⸗die Einigkeit fing zu weichen an. Schwelgereien und Trunkenheit riſſen ſelbſt unter dem gemeinen Volke ſchaͤndlich ein. Der Kaiſer, und andere, in de⸗ ren Herzen noch Gottesfurcht wohnte, waren hoch dar⸗ uͤber entruͤſtet, und beſtraften die Laſterhaften, welche frech genug waren, ihr Weſen ungeſcheut vor ihren Augen zu treiben. Auch gab es mehrere, welche, von Gottes Geiſt, und fuͤr die Ehre ſeines Reiches getrie⸗ ben, die Unzuchttreibenden, deren ſie habhaft werden konnten, wuͤrdig beſtraften. Maͤnnern und Weibern, oͤffentlich entkleidet, wurden die Haͤnde auf den Nuͤk⸗ ken, und die Geſchlechtstheile zuſammen gebunden. Dann fuͤhrte man ſie zum abſchreckenden Beiſpiele durch die ganze Stadt, tauchte einen um den andern bei der ſtrengen Winterzeit, welche eben herrſchte, in die eiskalten Wellen des vorbeifließenden Stromes, und jagte ſie dann unter wohlverdientem Spotte davon. Inzwiſchen war auch der griechiſche Kaiſer etwas zur Beſinnung gekommen. Die Verheerungen ſeines Reiches, die Pluͤnderung ſeiner Staͤdte konnte ihm natuͤrlich nicht gleichguͤltig ſeyn. Da fing er dann an, ſich mit vielen Umſchweifen und ſchriftlichen Un⸗ terhandlungen zu naͤhern. Zuletzt ſchickte er ſeine zwei, ehemals ſchon abgeordaete, Geſandte wieder, weiche um Frieden bitten mußten. Sie brachten ihre alten Verſprechungen zum Markte: Zufuhr der Lebensmit⸗ tel, und eine binlaͤngliche Anzahl von Schiffen zur