Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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gab ihnen, um ſich ihres gegebenen Wortes mehr zu verſichern, einen gewiſſen griechiſchen Abt aus Adrian⸗ opel mit, wie von ſeinen eigenen Leuten einen be⸗ rittenen Boten. Allein dieſe wurden ſchon in der er⸗ ſten Nacht, da ſte im tiefen Schlafe lagen, von herum⸗ ſtreifenden Feinden uͤberfallen, gliederweiſe zerriſſen, alſo auf das grauſamſte getoͤdtet. Die Waldbewohner batten bald hierauf einen Anfuͤhrer dieſer grauſamen Menſchen zum Gefangenen gemacht, und hingen ihn ſogleich am Galgen auf, um zu zeigen, daß ſie und die Ihrigen an dem graͤßlichen Morde der kaiſerlichen Abgeordneten nicht Schuld ſeien.

Alſo wurde der Haß des Kreuzheeres gegen die Griechen immer gluͤhender, und die Lebensmittel, die man den Deutſchen verweigerte, holten ſie ſich nun⸗ mehr mit Gewalt von ihren Feinden, ja ſelbſt bis zum Ueberfluſſe. Dieſes fuͤhrte bald zum Wohlleben; Aus⸗ ſchweifung und Muͤſſiggang oͤffneten zuletzt auch allen Laſtern Thuͤr und Thor. Der Glanz des erbeuteten Goldes erregte einen foͤrmlichen Durſt nach ihm im ganzen Kreuzheere. Die Erlaubniß, ſich Lebensmittel, die man ihnen zum Kaufe verweigerte, ſelbſt und mit

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Gewalt ſuchen zu duͤrfen, dehnten ſie nunmehr zu weit

aus, und Raͤubereien aller Art wurden begangen.

Geitz und Habſucht verſcheuchte bald alle Menſchen⸗

liebe und Gerechtigkeit unter den Bruͤdern des Kreu⸗ ies, ſie mochten zu Adrianopel, im Kaiſerlichen Lager, oder zu Philippopolis ſeyn. Des Geitzes