Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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374 der Zeit, als die Pyramiden ſchon erbaut geweſen ſind, gemacht wurden. Denn an den Pyramiden fand er keine ſolche Zeichen. Dieſe Grabmaͤler waren alle offen und beraubt. Er ging in einige, fand aber nichts darin, als die Haͤlfte von einem kleinen aus Toͤpfer⸗ erde beſtehenden Goͤtzenbilde.

Endlich beſichtigte er 2 alte Bruͤcken, die nicht weit von Gize ſtehen, und zwar dieſem Orte, nach dem Kompaſſe zu reden, gegen Oſt ein Viertel nach Nord, und in Anſehung der Pyramiden gegen Nord ein Viertel nach Weſt zu. Sie ſind auf einer Ebene errichtet, die alle Jahre zur Zeit des Nilaustrittes uͤberſchwemmt wird. Von den Bergen ſtehen ſie eine halbe Meile, und von der erſten Pyramide eben ſo weit entfernt. Die erſte dieſer Bruͤcken erſtreckt ſich von Nord zum Suͤd, und die zweite von Oſt zum Weſt. Man verwundert ſich billig uͤber jhre Lage in einem Striche Landes, welches der Ueberſchwemmung nicht mehr, als audere Ebenen bloß geſtellt iſt. Es laͤßt 17 ſich keine andere Urſache ihrer Anlegung vorſtellen, als daß an dieſer Stelie vor Zeiten ein Ka al geweſen ſeyn muß. Ihre Bauart ſowohl, als die Aufſchriften, welche Norden daran las, zeigten ihm an, daß ſie ein Werk der Sarazenen ſeien. Beide Bruͤcken ſtehen 400 Schritte von einander ab. Daneben iſt eine Mauer von Ziegelſteinen, nach Art eines ſteinernen Dammes aufgefuͤhrt, die an jedem aͤußerſten Ende beider Bruͤcken ihren Anfang nimmt, aber doch nicht einſchraͤnkt.