Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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375 Die Bruͤcke, welche in einer Strecke von Nord nach Suͤd liegt, ruhet auf 10 Bogen, und iſt 244 Fuß lang, 20 Fuß hoch und 4 Zoll breit. Ihre Hoͤhe von und uͤber der Erdflaͤche betraͤgt 22 Fuß. Beide Bruͤcken ſind aus großen Quaderſteinen gebaut.

Zu Kairo hatte Norden in einem ſolchen Hauſe ſeine Wohnung nehmen muͤſſen, welches dafuͤr bekanut war, daß Schwelgerei und Ueppigkeit darin herrſch⸗ ten, und ihm daher empfindlich, unangenehm und beunruhigend war. Er wohnte einem Feſte daſelbſt bei, naͤmlich der Gewohnheit, welche man alle Jahre beobachtet, wenn man den Damm des Calish, oder Kanals, der das Nilwaſſer zu der Zeit, wenn dieſer Fluß ſteiget, nach Groß⸗Kairo fuͤhret, niederreißet. Dieſer Kanat, durch den der Damm hingezogen iſt, ſieht, ſolange er auf dem Lande fortgeht, einem ver⸗ nachlaͤßigten Graben gleich: denn er iſt weder mit

Steinen gefuͤttert, noch ordentlich hergerichter. Wenn f. er aber in die Stadt eintritt, ſo bekommt er ein beſfe⸗ res Anſehen. An der Stelle, wo das Waſſer aus dem Nil in ihn tritt, mag er etwa 45 20 Fuß breit ſeyn. Sobald der Nil anfaͤngt zu ſteigen, verſperrt man die Muͤndung des Kanals durch einen aus Erde aufge⸗ worfenen Damm. Auf dieſem ſteckt nun die tuͤrkiſche Landesgewalt ein Zeichen, um die Zeit anzuzeigen, in welcher er dieſen und alle andern Kanaͤle im gan⸗ zen Lande wieder oͤffnen wolle. An dem beſtimmten Tage ging der Baſcha mit