Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

*

Das Gemach des Koͤnigs entzoͤlt den Sarkophag. Man erſtaunt uͤber das Mißverhaͤltniß, welches zwi⸗

ſchen dieſer kleinen heilgen Staͤtte und dem koloſſalen

Gebaͤude herrſcht, welches doch wegen ihrer errichtet wurde. Der Sarkophag iſt aus Granit, wie ein Pa⸗ r llelepipedum geſtaltet, ſonſt aber ohne Verzierung. Korden ſagt, daß dieſes Granitſtuͤck ſehr gut ausge⸗ hoͤhlt iſt, und wie eine Glocke klingt, wenn man mit einem Schluͤſſel daran ſchlaͤgt. Sonſt iſt in dieſem Zimmer nichts zu ſehen, als ein Loch, deſſen Entſte⸗ hung Norden nicht entzifferte; und 2 kleine Gaͤnge, einer nach Nord, der andere aber nach Suͤd. Er meint, es ſei unmoͤglich, jetzt zu fagen wozu ſie ge⸗ braucht worden, und wie tief ſie hineingehen, weil ſie mit Steinen und anderen Dingen angefuͤllt ſind, wel⸗ che neug erige Reifende hineingeworfen haben, um zu erfahren, wie weit ſie ſich erſtreckten. Auch pflegt man in dieſem Gemache einige Piſtolen los zu ſchieſ⸗ ſen, um ſich an dem Kualle, der einem Donnerſchlage gleich koͤmmt, zu vergnuͤgen. 3 Den Ruͤckweg muß man nun auf gleiche Weiſe,

hie den Hineinweg, nehmen, und ſich gleichen Be⸗

ſoöwerlichkeiten wieder unterziehen, hauptſaͤchlich, was die vielen Steine und die Menge Sandes betrifft, welhe den Ein⸗ und Ausgang beſchwerlich machen. Kun ermahnt Norden, der Reiſende, ſolle, ſo⸗ bald v aus der Pyramide wieder getreten, ſeine Klei⸗ der ſoweich wieder anlegen, und ſich warm halten.