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welche noch wenige zu kriechen gewagt haben. Die Wenigen, welche große Neugierde getrieben hat, hin⸗ einzugehen, verſichern, daß der Gang, wozu man durch dieſe Oeffnung kommt, ſich nicht weit erſtrecke und weiter nichts als eine Niſche, oder Vertiefung in der Wand, darin zu ſehen ſei. Hat man das unterſte Zimmer in Augenſchein ge⸗ nommen, ſo geht man wieder durch den geraden Gang zuruͤck, bis man an den Ruheplatz gelangt, welcher dem vierten Gange ſeinen ſchiefen Winkel benimmt, wo⸗ durch er mit dem zweiten verbunden iſt. Der vierte Gang hat auf beiden Seiten aufwaͤrtsgehende Stie⸗ gen, womit er gleichſam eingefaßt iſt. Der Gang ſelbſt iſt ſehr hoch und ſo gewoͤlbt, wie ein ſpitzig zu⸗ gehender Bogen. Der fuͤnfte Gang fuͤhrt zu dem oberſten Zimmer. Ehe man dahin kommt, findet man in der Mitte des Ganges ein kleines Behaͤltniß, das zwar etwas hoͤher, aber nicht breiter, als der Gang iſt. Auf deſſen beiden Seiten ſindet man eine ausgehauene Deffnung in den Steinen, welche vermuthlich dazu beſtimmt war, daß man diejenigen Steine, womit man den Eingang in das Zimmer verſchließen wollte, dahin zog und hineinlegte. Dieſes Zimmer iſt, wie das vo⸗ rige, mit großen Granitſteinen bekleidet und belegt. Das untere Zimmer nennt man das Gemach der Koͤnigin; das obere aber das Gemach des Koͤnigs. Dieſe beiden Zimmer ſind von außerordentlicher Ein⸗ fachheit; nirgends Schmuck, nirgends Verzierungen.


