Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Norden's Augenmerk richtete ſich auch auf dieſe 4 Pyramiden. Sie ſtehen auf einer ſchiefen Linie, ohn⸗ gefaͤhr 500 Schritte von einander entfernt, die Facen nach den 4 Himmels⸗Gegenden gewendet. Dieſe Maſ⸗ ſen ſind an Groͤße verſchieden. Die beiden noͤrdlichen Pyramiden ſind die erhabenſten, und Norden be⸗ ſtimmte ihre Groͤße auf 800 Fuß ſenkrechter Hoͤhe. Herodot gab ihre Hoͤhe auch zu so0 Fuß an, und eine Seite der Grundflaͤche eben ſo lang; Strabo gibt ihre Hoͤhe zu 625, Diodor zu 600 Fuß, Savary (wenigſtens die groͤßte) auch zu 600 Fuß, Ader zu 150 Metres(460 Fuß) an, u. ſ. w. Dieſe verſchiedene An⸗ gabe der Hoͤhe mag auf den angewehten Sand ſich gruͤnden.

Die Lage der Pyramiden mit threr anſtoßenden Gegend weiſet aus, wie ſie auf Felſen, am Fuße der Gebirge, errichtet worden ſind. Der Felſen, worauf ſie ſtehen, iſt anfangs nicht durchgehens eben gewe⸗ ſen: man hat ihn aber durch Meiſel und andere Werk⸗ zeuge eben gemacht, wie Norden noch an verſchie⸗ denen Stellen, wahrgenommen haben will. Dieſe durch Kunſt gemachte Ebene iſt an der Nord⸗ und Oſt⸗ feite etwas abhaͤngig, wie ſchon geſagt, und dieſes war den Erbauern endlich dazu menlich, daß ſie verſchie⸗ dene breite Wege anlegen konnten, worauf ſie die zu den Pyramiden noͤthigen Bau⸗Materialien zufuͤhren kotnten. Dieſe auf den Felſen gemachte Ebene iſt etwa 8o ſenkrechte Fuß hoͤher, als die Oberflaͤche des