Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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keit haben knuͤpfen wollen. Von ſo vielen Staͤdten, von ſo vielen Veſten ſend nur noch Truͤmmer uͤbrig ge⸗ blieben; Alles iſt verſchwunden, dieſe ungeheuren Grabmaͤler aber ſtehen noch aufrecht. Es ſcheint, als habe der Tod ſeinen Thron gerade auf dem einzigen Werke von Menſchenhaͤnden aufſchlagen wollen, wel⸗ ches beſtimmt war, Jahrtauſenden zu trotzen.

Dieſe Pyramiden trifft man iu der Strecke von Kairo bis Meduun an. Außer der Gruppe der Pyramiden bei Gize, gibt es noch 5 Gruppen, welche uſammen ohngefuͤhr 40, au Groͤße ſehr verſchiedene, Pyramiden enthalten. Sie find viereckige, oben in eine Spitze oder ein kleines Viereck zulaufende, Ge⸗ baͤude, meiſteus von Kalkſteinen, ſeltener von Ziegeln und andern Steinen errichtet, aͤußerlich aber mit groſ⸗ fen Quaderſteinen bekleidet.

Man findet dieſe praͤchtigen Denkmaͤler ſonſt nir⸗ gends als in Aegypteu. Die vornehmſten Pyra⸗ miden ſtehen bei Gize. Da verſchiedene Schriftſtel⸗ ler behauptet haben, daß die Stadt Memphis auf der Stelle, wo dieſes Dorf iſt, vordem geſtanden habe, ſo iſt dieſes die Urſache, warum man dieſe die Nyra⸗ miden von Memphis neunt. Vier derſelben ſind der Aufmerkſamkeit der Reiſenden am wuͤrdigſten; 7s andere ſteht man zwar Uor

ch nicht weit davon; allein ſie find wie nichts, in Vergleichung mit den

4 erſten, beſonders, ſeitdem ſie geoͤffnet, und faſt gaͤnz⸗ lich umgeriſſen worden ſind.