Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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oon den uͤbrigen Bewohnern des Landes. Sobald ſie

alt genug ſind, die Waffen zu fuͤhren, empfangen ſie zu ihrem Unterhalte irgend ein Dorf, nebſt ſeinen Bewohnern, als Eigenthum, welche ſie durch man⸗ cherlei Mißhandlungen druͤcken, um die Einkuͤnfte zu vermehren, die ſie aus deren Arbeiten ziehen. Zuwei⸗ len ereignet es ſich, daß dieſe ungluͤcklichen F ellahs (leibeigene Bauern) zur Verzweiflung gebracht, in Maſſe ihre Huͤtten verlaſſen, und in die Wuͤſte ent⸗ fliehen. Von Hunger zuruͤckgetrieben, greifen ſie die Wohnungen an, welche ſie erreichen koͤnnen, und be⸗ rauben ſolche; hierauf ziehen ſie ſich von Neuem zu⸗ ruͤck, um wieder zu kommen ſobald ſie ihre Beute verzehrt haben. Dieſer Urſache ſchreibt man beſonders die zunehmende Entvoͤlkerung Aegyptens zu. Die Ma⸗ melucken ſind unerſchrocken, ſtets bewaffnet und treff⸗ lich beritten.

Die Araber ſind unter allen bekannten Voͤlkern die unabhaͤngigſten, und am meiſten zum Raube ge⸗ neigten. Sie, vorzuͤglich die Beduinen, wohnen in der Wuͤſte unter Zelten, welche ſie ſchnell von ei⸗ nem Punkte zum andern bringen, je nach ihren Be⸗ duͤrfniſſen oder Launen. Sie theilen ſich in Horden oder Staͤmme, welche keine Ueberlegenheit unter ein⸗ ander anerkennen. Beim Schluſſe des vorigen Jahr hunderts zaͤhlte man ohngefaͤhr 60 ſolcher Staͤmme, welche 120,000 Koͤpfe zaͤhlten, und 18 20,000 Reiten ſtellen konnten. Wer nicht zu ihrem Stamme gehoͤrt,