344
am Eingange der praͤchtigen Ruinen des wahrſchein⸗ lich alten Theben, einen andern, ſo groß wie der Obelisk der Kleopatra, zu Matareen, einem Dorfe nahe bei Groß⸗Kairo u. d. gl. m. Nor⸗ den haͤlt die Obelisken zu Lukoreen ohne Zweifel fuͤr das groͤßte Meiſterſuͤck, welches die Kunſt, in An⸗ ſehung dieſer Obelisken, jemals liefern konnte.
Beim Beſchauen des Innern der Stadt, beſuchte Norden vor Allem die Kirchen. Die beiden chriſtli⸗ chen, dem h. Markus und der h. Katharinag geweiht, ſind ſo finſter, ſo ſchmutzig, ſo voll Lampen, daß man ſie eher fuͤr Pagoden, als Tempel zur Verehrung des wahren Gottes halten ſolte. In beiden Kirchen ver⸗ richten ſowohl die griechiſchen als koptiſchen Prieſter mit ihren Gemeinden das Gebet. In der Kirche des h. Markus zeigte man Norden den Stuhl, deſſen ſich der Heilise bedient hatte, und in der Katharinen⸗ Kirche ein Stuͤck von dem Blocke, auf welchem die ſchoͤne Heilige enthauptet ward; ja man wollte ihre Blutstropfen daran noch ſehen.
Nicht weit vom alten Hafen fand Norden Be⸗ graͤbnißorte, deren kein einziger verſchloſſen war. Sie waren in verſchiedener Form in Felſen eingehauen, und Habſucht und Geiz hatte ſie alle geoͤffnet, um vielleicht etwas Koſtbares darin zu ſinden.
Ohngefaͤhr 30— 40 Schritte vom Ufer des Meeres beſuchte er den unterirdiſchen, ſogenannten Tempel. Nur durch eine kleine Oeffnung, mit Fackeln in der


